Technische Universität München

The Entrepreneurial University

 
Der sympathische Teil des zentralen Nervensystems spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, den Organismus in einen Zustand der maximalen Wachsamkeit und der physischen Mobilisierung zu versetzen. Die Funktion des sympathischen Nervensystems basiert auf hochkomplexen neurophysiologischen Prozessen, in denen sympathische Neurotransmitter (Acetylcholin und Katecholamine, d.h. Adrenalin und Noradrenalin) freigesetzt werden. Katecholamine wirken über Adrenorezeptoren (α1,α2 und β), die sich in den verschiedenen Geweben des Körpers befinden. Unabhängig von den Rezeptoren sind auch Mechanismen für die aktive Wiederaufnahme und die erneute Speicherung von freigesetzten Aminen und Mechanismen für den enzymatischen Abbau durch Monoaminoxidase (MAO) Teil der adrenergen Neurotransmission. Adrenalin wirkt als Neurotransmitter und es wird nach Aktivierung des Nebennierenmarks als Hormon ins Blut freigesetzt. Die erhöhte Produktion der Katecholamine führt im Organismus zu einer Reihe von Reaktionen, die zur psychischen Konzentration, Kardiostimulation, Mobilisierung von Energiesubstraten und Bronchodilatation führen.

Stimulantien (Sympathomimetika) sind Arzneimittel, die das zentrale Nervensystem durch die Wirkungen von Adrenalin und Noradrenalin aktivieren. Direkte Sympathomimetika ahmen die Wirkungen der natürlich vorkommenden Katecholamine nach. Indirekte Sympathomimetika erhöhen die Konzentration von Noradrenalin an Schaltstellen der Nerven, da sie entweder die Wiederaufnahme der Überträgerstoffe inhibieren (Kokain), ihre Freisetzung erleichtern, ihren Abbau durch die Monoaminoxidase (MAO) verlangsamen oder auch alle drei Effekte bewirken (Amphetamin, Methamphetamin).

Stimulantien können die Stimmung verbessern, Müdigkeitssymptome unterdrücken und die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen. Allerdings zeigen sie lediglich moderate Effekte auf die Leistungsfähigkeit und dies auch nur, wenn hohe Dosen verabreicht werden. Die bekanntesten Stimulantien für Dopingzwecke sind: Amphetamine, Kokain, Ecstasy und Mehtylphenidat (Ritalin). Nikotin und Koffein werden ebenfalls häufig als Stimulantien gebraucht, sind aber im Sport nicht verboten.
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