Technische Universität München

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Was Doping angeht, so umfasst die Steigerung der Sauerstoffübertragung das so genannte Blutdoping und den Gebrauch von künstlichen Sauerstoffträgern. Auch das Doping mit Erythropoietin (EPO) gehört in diesen Kontext. Dem Doping mit EPO ist auf dieser Website ein eigenes Kapitel gewidmet.

Als Blutdoping bezeichnet man die Zufuhr von roten Blutkörperchen um die Sauerstofftransportkapazität des Blutes eines Athleten zu erhöhen. Blutdoping beinhaltet also Techniken, die an gesunden Athleten für nicht-medizinische Zwecke angewandt werden, um die Sauerstofftransportkapazität des Blutes und die Sauerstoffabgabe an die Muskeln speziell bei starker körperlicher Belastung zu erhöhen.

Beim Blutdoping werden autologes, homologes oder heterologes Blut oder Produkte aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft verwendet. Blutdoping ist im Sport verboten. Weiterhin verboten sind die künstliche Steigerung von Aufnahme, Transport und Abgabe von Sauerstoff z. B. durch (aber nicht nur) Perfluoroverbindungen, Efaproxiral (RSR13) und modifizierte Hämoglobinprodukte wie Blutersatzstoffe auf der Basis von Hämoglobin und mikroverkapselte Hämoglobinprodukte.

Beispiele für Blutdoping sind z.B. die Injektion fremder roter Blutkörperchen oder das Eigenblutdoping. Zum Zwecke des Eigenblutdopings wird 2 bis 3 Monate vor dem Wettkampf Blut entnommen und aufbewahrt. Das Blut wird dem Körper des Athleten wieder zugeführt, nachdem der Körper den ursprünglichen Verlust ausgeglichen hat, was letztendlich zu einem höheren Blutvolumen führt.
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