Technische Universität München

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Ein Amphetamin-Missbrauch kann zu arteriellem Hochdruck, Herzrhythmusstörungen, akutem Herzinfarkt, kardiogenem Schock und plötzlichem Herztod führen.

Kokain scheint die sportliche Leistungsfähigkeit nicht zu beeinflussen. Dennoch verursacht es myokardiale Ischämien, Thrombosen der Koronararterien und Herzinfarkt. Diese Störungen sind sowohl das Ergebnis einer Vasokonstriktion und einer Stimulation von Alpha-Rezeptoren als auch eines erhöhten myokardialen Sauerstoffbedarf, einer verminderten Sauerstoffversorgung und der beginnenden Thrombenbildung. Weitere kardiovaskuläre Nebenwirkungen des Kokainmissbrauchs bestehen in einer infektiösen Endokarditis (Herzinnenhautentzündung), der Ruptur eines Aortenaneurysmas, in einer Thrombose, in koronaren Vasospasmen, arteriellem Hochdruck und Apoplexie (Schlaganfall). Darüber hinaus kann Kokain eine Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) und eine dilatative Kardiomyopathie verursachen. Chronischer Kokainmissbrauch führt zur Nekrose von Myofibrillen, zu einer interstitiellen Fibrose und zur kongestiven Herzinsuffizienz. Kokainmissbrauch kann im Elektrokardiogramm zu Verlängerungen der QT-Strecke, der RR-Intervalle und zu atrioventrikulären Überleitungsstörungen führen. Aufgrund von adrenerger Überaktivität und von stark ausgeprägten Arrhythmien kann es zum plötzlichen Herztod kommen.

Ephedrine stimulieren das Herz und tragen zu einer Erhöhung des systolischen und diastolischen Blutdrucks bei. Andere kardiovaskuläre Nebenwirkungen sind Herzarrhytkmien, akuter Herzinfarkt und plötzlicher Herztod. Als Mechanismen der Myokarditis und des Herzinfarktes nach Ephedrin-Anwendung werden eine Verengung der Koronararterien und Vasospasmen vermutet. Diese Mechanismen sind wohl auch für einen ischämischen oder hämorrhagischen Apoplex verantwortlich.
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