Technische Universität München

The Entrepreneurial University

 

Internationaler Standard für Kontrollen

Die Testprozeduren sind durch den Internationalen Standard zur Testung des Welt Anti-Doping Codes festgelegt. Dieser Standard wurde als ein Teil des Welt Anti-Doping Programms entwickelt und ist international verbindlich. Testungen finden im Prinzip zu folgenden zwei Zeitpunkten statt:

  • Während eines Wettkampfs (bei einem Event)
  • Außerhalb des Wettkampfs (bei Teambesprechungen, zu Hause oder auf dem Trainingsplatz)

Alle Tests bedienen sich der gleichen Verfahren zur Gewinnung von Proben, nutzen dabei die gleichen Hilfsmittel und gehen nach den gleichen Teststandards vor wie sie im World Anti-Doping Code beschrieben sind. Entsprechend diesem Dokument finden Selektion, Ankündigung, Probenaufbereitung und Laboranalyse statt.

Plan der Probensammlung und Benachrichtigung des Athleten

Ein effektives Programm beginnt mit einem Plan zur Probensammlung, der dann zeitlich sinnvoll das komplette Jahr hindurch ausgeführt wird und keine vorangekündigten Tests beinhaltet. Die Anti-Doping-Organisationen sehen gerade während der Zeitphasen mit hohem Dopingrisiko die Gewinnung von Proben vor und betreiben so quer durch alle Sportarten eine Politik der Abschreckung, was den Missbrauch von leistungssteigernden Substanzen angeht. Die Selektionskriterien bei Wettkämpfen variieren von Sportart zu Sportart und von Veranstaltung zu Veranstaltung. Es werden nicht spezielle Athleten zur Testung geholt, sondern sie werden eher nach ihren Positionen ausgewählt. Testungen außerhalb des Wettkampfes werden automatisiert per Zufall ausgewählt.

Athleten werden durch einen Doping Control Officer (DCO) persönlich über die Testung informiert. Nach der Benachrichtigung über eine Testung sowohl während als auch außerhalb des Wettkampfs begleitet das Abnahmeteam den Athleten beim kompletten Testvorgang bis die Probe verarbeitet und versiegelt ist. Bei Wettkämpfen werden Athleten meistens noch auf dem Spielfeld bzw. dem Wettkampfgelände benachrichtigt und haben vom Zeitpunkt der Benachrichtigung an 60 Minuten Zeit, in der Doping-Kontrollstation zu erscheinen. Der Athlet kann die 60 Minuten nutzen, um sich abzuwärmen, an Siegerehrungen teilzunehmen Interviews zu führen, einen Athletenrepräsentanten zu finden, für eine Fotoidentifikation zu sorgen usw. Die Benachrichtigung über eine Testung außerhalb eines Wettkampfes findet meist zu Hause oder auf dem Trainingsgelände statt. Im Unterschied zur  Testung während eines Wettkampfes gibt es hier kein Zeitlimit, da die Testung üblicherweise vor Ort durchgeführt wird.

Probenentnahme

Die Probenentnahme wird streng überwacht, um die Integrität des Dopingkontrollverfahrens zu sichern. Zweck der Arbeit der Dopingkontroll-Officers (DCO) ist, für die Athleten die Erfahrung einer erfolgreichen Testung zu sichern, die Gefahr der Probenkontamination zu vermindern und die Sicherheit der Probe zu gewährleisten. Alle Athleten werden während der Probengewinnung beobachtet. Sie werden dazu ermuntert, beim Dopingtest einen Athletenrepräsentanten als Begleitung dabei zu haben außer bei der unmittelbaren Gewinnung der Probe. Die Probe wird dann auf zwei Flaschen aufgeteilt, die mit A und B sowie einer einmaligen Proben-Codenummer versehen sind. Der DCO gibt dem Athleten Anweisungen, wie er den Entnahmekit begutachtet, die Proben auf die Flaschen A und B verteilt, die Proben verschließt, sichert und das Protokoll vervollständigt.

Probenversand

Alle Proben werden zu von der WADA akkreditierten Labors geschickt (Liste der akkreditierten Laboratorien www.wada-ama.org/en/dynamic.ch2. Das Labor kennt die Identität des Athleten nicht. Alle Berichte beziehen sich auf die einmalige Probennummer auf dem Entnahmekit. Nach der Analyse der Probe im Labor werden die Ergebnisse dem Klienten zugesandt (bei positiven Ergebnissen zusätzlich zur Internationalen Föderation und der WADA), wo die Nummer mit der Probendokumentation abgeglichen wird.

Dopingkontrollen (Videos auf der WADA Webseite):

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www.doping-prevention.com