Technische Universität München

The Entrepreneurial University

 

Der Welt Anti-Doping Code ist das Kerndokument, das sowohl für Sportorganisationen als auch für öffentlichen Behörden im Hinblick auf einheitliche Anti-Doping Strategien, Regeln und Vorschriften den Rahmen steckt. Er vereint dabei vier internationale Standards mit dem Ziel, verschiedene Bereiche von Anti-Doping Organisationen zu vereinheitlichen: Testverfahren, Laboratorien, medizinische Ausnahmegenehmigungsverfahren (Therapeutic Use Exemptions, kurz TUEs) und die Dopingliste. Diese Vereinheitlichung hat das Ziel, die bisherigen Probleme zu lösen, die aus unkoordinierten Anti-Doping Bemühungen resultierten, wie z. B. die Knappheit und Aufsplitterung von Ressourcen für Forschung und Tests, ein Mangel an Wissen über spezifische Substanzen und Prozeduren und ein uneinheitliches Vorgehen bei der Sanktionierung von des Dopings überführten Athleten.

Am 5. März 2003 beschlossen auf der 2. Weltkonferenz “Doping im Sport” rund 1200 Delegierte als Repräsentanten von 80 Regierungen, dem Internationalen wie nationalen Olympischen Komitee (IOC), dem Internationalen wie nationalen Paralympischen Komitee (IPC), allen Olympischen Sportarten, Athleten, internationalen wie nationalen Anti-Doping Organisationen einstimmig, den Code als Basis im Kampf gegen Doping im Sport zu übernehmen. In Kopenhagen wurde der Welt Anti-Doping Code beschlossen und bei der 2. Weltkonferenz ausgegeben. Code und internationale Standards traten am 1. Januar 2004 in Kraft.

Viele Regierungen konnten nicht legal einem nicht-behördlichen Dokument wie dem Welt Anti-Doping Code verpflichtet werden. Folglich verfassten die Regierungen die internationale Abmachung unter der Leitung der UNESCO selbst. Dies versetzte sie in die Lage, ihre eigene Gesetzgebung mit dem Code abzugleichen und so für den Kampf gegen Doping zu vereinheitlichen. Am 19. Oktober 2005 nahm die Generalkonferenz der UNESCO die Internationale Konvention gegen Doping im Sport an.

Der offizielle Text des Codes ist in englischer und in französischer Sprache publiziert. Im Falle von Konflikten zwischen diesen Versionen soll die englische Version Gültigkeit haben.

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