Technische Universität München

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Diuretika sind zu Recht als eine Gruppe von verbotenen Substanzen eingestuft, da sie den Elektrolythaushalt entscheidend stören.
Im Gegensatz z. B. zu Herzkranken speichern Athleten im Körper kein überschüssiges Wasser, so dass die Anwendung von Diuretika zu einem abnormen und gefährlichen Verlust von Wasser und Elektrolyten führt. Athleten mit einer Diuretika-induzierten Dehydratation und gleichzeitiger körperlicher Belastung sind anfälliger für eine Hitzeerschöpfung. Die Hypotonie (zu niedriger Blutdruck) kann durchaus gefährliche Ausmaße annehmen. Die Anwendung von Diuretika führt üblicherweise zu einem niedrigen Kaliumspiegel im Körper. Allerdings ist eine schwere symptomatische Hypokaliämie selten, während mäßige Schweregrade der Hypokaliämie die Regel sind. Eine Hypokaliämie verursacht vor allem neurologische Störungen, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen. Auch Muskelschwäche und Muskelkrämpfe sind übliche Nebenwirkungen.
Andererseits führt eine Überdosis von Diuretika wie Spironolacton, Triamteren und Amilorid zu einer extrem hohen Kaliumkonzentration im Blut. Eine Hyperkaliämie kann zu malignen Arrhythmien wie z. B. einer anhaltenden ventrikulären Tachykardie führen. Weiterhin beeinträchtigen die meisten Diuretika den Harnsäuremetabolismus und das wiederum kann zu einem schmerzhaften Gichtanfall führen.
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