Technische Universität München

The Entrepreneurial University

 
Die kardiovaskulären Nebenwirkungen von androgenen anabolen Steroiden (AAS) sind vielfältig und unklar, vor allem, weil es schwierig ist, die Nebenwirkungen der verwendeten Substanzen zu unterscheiden. Herzinfarkt und plötzlicher Herzstillstand sind die schwerwiegendsten Komplikationen. Andere bekannte und übliche Nebeneffekte sind arterieller Hochdruck, Herzversagen, Kardiomyopathie, Arrhythmien, Thrombosen etc..
Viele Studien belegen, dass ein Missbrauch von AAS in Verbindung mit Widerstandstraining zu einer konzentrischen Hypertrophie der Wand der linken Herzkammer führt. Allerdings sind nicht nur die kontraktilen Elemente davon betroffen sondern auch die nicht kontraktilen Elemente zeigen eine Hypertrophie. Eine generalisierte und fokale Fibrose sowie pathologisch veränderte Myofibrillen werden bei Autopsien von Athleten, die hohe Dosen von AAS angewendet hatten, immer wieder festgestellt. Weiterhin kann der Missbrauch von AAS zu diastolischen Fehlfunktionen und zu Arrhythmien führen. AAS scheinen auch das kardiale sympathische Nervensystem und die Elektrolytkonzentrationen zu beeinflussen, was möglicherweise zu Vorhof- oder Kammerflimmern führen kann. Bei jungen Athleten, die AAS missbrauchen tritt oft in Verbindung mit adrenergem Stress und einer ausgedehnten myokardialen Nekrose der plötzliche Herzstillstand ein.
Ein Abfall von HDL-Cholesterin und ein gleichzeitiger Anstieg von LDL-Cholesterin wurden ebenfalls beobachtet - neben einer Abnahme der fibrinolytischen Aktivität und einem Anstieg der Gerinnungsfaktoren. AAS und einzelne Androgene können vermutlich den systolischen und den diastolischen Blutdruck steigern.
drucken 

www.doping-prevention.com